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Ausbildung

AGT Übungstrecke Salzgitter

PostDateIconDienstag, den 12. Januar 2010 um 11:13 Uhr |

Am 23.05.2009 haben wir uns auf den Weg nach Salzgitter gemacht um dort in der "speziellen" Atemschutzübungstrecke neue Erfahrungen zu sammeln. Die Atemschutzübungstrecke ist insofern speziell, weil es sich um einen Nachbau eines Bergwerksstollens unter Tage handelt, in welchem es viele schmale Schächte, Gänge, Gleisbette und enge rutschige Steigungen gibt.

Die Trupps sind in voller HuPF-Schutzkleidung, schwerem Atemschutz, Funkgerät, C-Schlauch und einem Strahlrohr vorgegangen. Desweitern hatten die Trupps Übungsfilter dabei, welche mit dem Lungenautomaten getauscht wurden, sobald der Luftvorat erschöpft war. Handscheinwerfer oder sonstige Lichtquellen sollten ausgeschaltet bleiben, so dass man sich in völliger Dunkelheit in einer unbekannten Umgebung zurechtfinden musste. Dies war eine sehr gute Erfahrung, nicht nur für die jüngeren Kameraden, um sich besser vorstellen zu können, wie es wirklich ist, bei Nullsicht in unbekannter Umbegung seinen Weg zu finden. Die gesamte Zeit wurde alles durch die Atemschutzüberwachung von aussen kontrolliert und protokolliert! Eine Herausforderung!

Nachdem alle Kameraden ihre Durchgänge hinter sich hatten, wurden Erfahrungen, Probleme sowie Lob und Kritik bei einer kleinen Stärkung besprochen.

 

 

Hohlstrahlrohrtraining

Regelmäßig führen wir ein Hohlstrahlrohr-Training durch. Es wird dabei das praktische Vorgehen im Innenangriff mit dem Hohlstrahlrohr trainiert. Vorgegangen wird im Seitenkriechgang, welcher die Absturzgefahr bei eventuell durchgebranntem Boden reduziert, eine gute Kommunikation der Truppmitglieder ermöglicht und die Beobachtung der Umgebung im Brandraum vereinfacht.

Das Betreten von Brandräumen läuft so ab, dass der Trupp zur Tür des Brandraums vorrückt und an dieser die Temperatur kontrolliert, indem er mit dem Handrücken die Tür vorsichtig von unten nach oben abtastet. Hierbei kann er einen Eindruck der Temperaturen bekommen, welche hinter der Tür herrschen. Im Anschluss öffnet der Truppmann kurz die Tür und der Truppführer gibt einen kurzen Sprühstoß in den Raum. Nachdem sie dies getan haben zählen beide zügig von "10" herunter, öffnen dann die Tür und rücken unter kurzen Sprühstößen in den Raum vor.

Der Trupp führt beim weiteren Vorgehen Temperaturchecks aus, indem er einen kurzen Sprühstoß senkrecht in den Raum in Richtung der Decke abgibt. Wenn der Trupp nun merkt das keine Wasser von der Decke niederschlägt, ist dies ein Anzeichen dafür, dass in der Umgebung eine Hohe Temperatur herrscht und eine Rauchgaskühlung durchgeführt werden muss. Zur Rauchgaskühlung werden im ca. 45 Grad-Winkel 3 kuze aufeinanderfolgende Sprühstöße in den Raum gegeben. Nach einer kurzen Wartezeit wird wieder ein Temperaturcheck ausgeführt um zu kontrolliern ob die Temperatur gesunken ist. Diese Prozedur wird so lange ausgeführt bis die Temperatur gesunken ist und der Trupp weiter vorrücken kann.

 
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