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"Heissausbildung" für den Ernstfall
Am Samstag, den 25.09.2010, haben wir mit 11 Kameraden eine sogenannte Heissausbildung durchgeführt. In den frühen Morgenstunden haben wir uns mit zwei Bussen auf den Weg zur Feuerwehrtechnischen Zentrale nach Bad Gandersheim gemacht. Dort steht für eine solche Ausbildung ein Brandübungsanlage zur Verfügung. Leider ist eine solche Ausbildung immer mit hohen Kosten verbunden. Unser Förderverein hat es uns jedoch ermöglicht diese Ausbildung durchzuführen! Einen großen Dank an dieser Stelle nochmals dafür! Nach der Ankunft gab es eine kurze theoretische Einweisung in die Anlage und die Örtlichkeiten. Danach ging es auch schon für die ersten Kameraden los. Jeder Trupp, bestehend aus zwei Feuerwehrleuten, musste zwei Durchgänge absolvieren, damit jedes Truppmitglied einmal am Hohlstrahlrohr und einmal als Truppführer üben konnte. Ausgerüstet mit Schutzkleidung, Atemschutzgerät, Schläuchen und Hohlstrahlrohr hatte jeder Trupp den Auftrag, in den Brandraum vorzudringen und dort eine Brandbekämpfung durchzuführen. Hauptaugenmerk wurde von den Ausbildern hierbei auf das richtige Eindringen in den Raum und die Durchführung der Brandbekämpfung gelegt. Dazu gehört vor allem auch die Zusammenarbeit im Trupp, die weiter geübt und intensiviert werden konnte. Desweiteren wurde trainiert, wie sich der Angriffstrupp zu verhalten hat, wenn es zu einem sogenannten Flashover kommt. Bei einem Flashover, oder auch Durchzündung genannt, entzünden sich explosionsartig die heißen Rauchgase in einem Raum, wenn dort die kritische Temperatur überschritten oder schlagartig Sauerstoff zugeführt wird. Dies kann für den Angriffstrupp lebensgefährlich werden, wenn er nicht blitzschnell reagiert und sofort die korrekte Abgabe von Wasser aus dem Hohlstrahlrohr zum Eigenschutz vornimmt. Gerade für die jungen und noch unerfahreneren Kameraden unter uns ist der Durchgang durch die Brandübungsanlage eine gute Möglichkeit, einen Eindruck davon zu bekommen, was in einem realen Einsatz auf sie zukommen kann.
Nach der Rückkehr wurde im Feuerwehrhaus noch gemeinsam gegrillt und über die Ausbildung ausgiebig gesprochen.
Nachdem alle Kameraden ihre Durchgänge erfolgreich und mit einer Menge neuer Erfahrungen absolviert haben, können wir nun auf eine erfolgreiche, anstrengende aber auch absolut sinnvolle und notwendige Ausbildung zurückblicken!
Uns ist bewusst das die finanzielle Situtation der Stadt Göttingen nicht die Beste ist, aber wir möchten an dieser Stelle einfach mal die Notwendigkeit einer solchen Ausbildung für ALLE Atemschutzgeräteträger der Stadt Göttingen zum Ausdruck bringen, ohne irgendeine Person oder Abteilung persönlich anzusprechen oder anzugreifen! Denn leider sind auch die finanziellen Mittel eines Fördervereines nicht unendlich und unserer Meinung nach auch nicht immer dafür zuständig, die Ausbildung der Grundfertigkeiten im Atemschutzeinsatz zu finanzieren!